Zwischen vermeidlichen Ähnlichkeiten zum Deutschen und unterschiedlicher Verwendung grammatischer Regeln

English language textbook with the British flag and umbrella

Auch wenn unsere allgemeinen Englischkenntnisse in Deutschland immer besser werden und die englische Sprache immer früher in die Schulentwicklung und Erziehung der Kinder miteinbezogen wird – teilweise wird Englisch in Form von einfachen und kurzen Kinderliedern mittlerweile bereits im Kindergarten gelehrt – unterschätzen viele Studenten die hohen Anforderungen eines Englischstudiums. Englisch ist vielseitig und wird nicht nur bei einem reinen Englischstudium verlangt, sondern auch andere Bereiche verlangen Englischkenntnisse auf hohem Niveau, teilweise sogar eine andere Art des Englischen, das Wirtschaftsenglisch. So müssen neben Psychologiestudenten, auch BWL- und „International Business“-Studenten Englisch auf wissenschaftlichem Niveau beherrschen.

Die häufigsten Fehlerquellen deutscher Studenten beim Gebrauch des Englischen – schriftlich als auch mündlich – sind:

• Die sogenannten „false“ friends
• Groß- und Kleinschreibung
• Zeichensetzung: vor allem Kommasetzung
• Worttrennung
• Englische Zeitformen: vor allem der Unterschied zu den jeweiligen „progressive“-Formen (Bsp. Simple Present vs. Simple Present Progressive)

Wie sich die meisten von uns womöglich noch ziemlich genau erinnern, sind die „false“ friends, vor welchen unsere Englischlehrer uns immer gewarnt haben, ziemlich häufig im Englischen vertreten. Man kommt nicht umher damit in das ein oder andere Fettnäpfchen zu treten und Teil eines Missverständnisses zu werden. Obwohl Englisch und Deutsch beide zu den germanischen Sprachen zählen, so das Center for Open Educational Resources and Language Learning (COERLL), und deshalb oft Ähnlichkeiten aufweisen, die es uns erleichtern können, bestimmte Phänomene und Wörter zu lernen, kann uns diese vermeidliche Ähnlichkeit auch zum Verhängnis werden. Laut Welt, wundert sich ein Deutscher, warum in aller Welt man ihm denn Gift anbieten möchte („I have a gift for you.“). Für Studenten sind gute „grades“ äußerst wichtig um ihr Studium erfolgreich abschließen zu können, „notes“ nicht so wirklich. Wenn man ein Rezept vom Arzt braucht, dann fragt man sicherlich nicht nach einem „recipe“, da man ja keinen Kuchen backen möchte, sondern nach einer „prescription“.

Vor allem Studenten können häufig nicht zwischen wissenschaftlichem und nicht-wissenschaftlichen Gebrauch unterscheiden. Während im normalen Sprachgebrauch sogenannte „contractions“ gebraucht werden („can’t“) sollten diese in wissenschaftlichen Arbeiten vermieden werden (so sollte hier cannot verwendet werden.
Bei Zahlen ab Tausend werden diese nicht, wie im Deutschen, mit einem Punkt abgetrennt, sondern mit einem Komma (1,000 anstatt 1.000). Bei Dezimalzahlen hingegen wird im Englischen im Gegensatz zum Deutschen ein Komma verwendet (2.5 Prozent anstelle von 2,5 Prozent).
All diese Probleme sind darauf zurückzuführen, dass sie entweder in der Schule nicht richtig oder nicht oft genug thematisiert werden, unzureichend verbessert werden, oder die Studenten im richtigen Leben nicht oft genug mit diesen Phänomenen konfrontiert werden. Um die Englische Sprache in Zukunft erfolgreich und richtig verwenden zu können, egal in welchem Studienbereich, muss der Student dabei unterstützt werden, sich solcher typischen Phänomene bewusst zu sein und diese somit vermeiden zu können. Darüber hinaus sollte der Student vor allem wissenschaftliches Arbeiten mit professionaler Unterstützung solange einüben bis dieses zur Routine wird.

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